Schließung der Werkstatt

Schließung der Werkstatt

 

Liebe Betroffene,

in der vergangenen Nacht hat das zuständige Ministerium für alle Werkstätten für Menschen mit Behinderung incl. Berufsbildungsbereich ein sofortiges Betretungsverbot angeordnet.

Das Betretungsverbot lässt in einigen – wenigen – Fällen Ausnahmen zu. Wie mit diesen Ausnahmefällen umgegangen werden soll/darf, ist nicht geregelt.

Wir haben derzeit 50 Mitarbeiter mit Beeinträchtigung identifiziert, für die wir grundsätzlich eine weitere Betreuung in der WLH für notwendig halten. Dies betrifft:

  1. Mitarbeiter mit Beeinträchtigung, die zuhause von ihren Eltern versorgt werden, wo die Eltern aber zur Gruppe der systemrelevanten Personen (Feuerwehr, Gesundheitsdienste usw.) gehören. Bitte informieren Sie uns aktiv, wenn bei Ihnen eine solche Situation vorliegt! Ansprechpartner ist der Soziale Dienst oder der Arbeitsbereich.

  2. Mitarbeiter mit Beeinträchtigung, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung und ihrer sog. Psychosozialen Situation (also der gesamten Lebensumstände und der persönlichen Möglichkeiten) dringend ein erweitertes Unterstützungsangebot brauchen, da ansonsten mit schweren psychischen oder physischen Folgen zu rechnen ist. Hierbei kann es sich um Mitarbeiter aus „Wohnstätten“ (besonderen Wohnformen) oder aus Familien handeln. Diese Mitarbeiter haben wir identifiziert und bauen für diese gerade ein Betreuungsangebot auf. In diesem Fall melden wir uns bei Ihnen!

  3. Mitarbeiter mit Beeinträchtigung auf Betriebsintegrierten Arbeitsplätzen, sofern die Einsatzstelle nicht geschlossen ist

Für alle Mitarbeiter mit Beeinträchtigung ist dies ein Angebot, es gibt bis zum 19.04.2020 keine Arbeitspflicht! 

WICHTIG! Der LVR hat diese Konzept bereits positiv befürwortet, eine Abstimmung mit dem Gesundheitsamt erfolgt zur Zeit.

Das Arbeitsentgelt („Lohn“) für die Mitarbeiter mit Beeinträchtigung wird bis auf weiteres weiter gezahlt.  Das Betretungsverbot ist zunächst bis zum 19.04.2020 angeordnet, wir halten Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Ich bitte Sie sehr, die spontane Schließung zu entschuldigen, aber das Ministerium hat darauf hingewiesen, dass der Erlass ohne Verzögerung sofort umzusetzen ist. Dennoch haben wir natürlich keinen an der Werkstatttür zurückgewiesen, sondern erst einmal die ankommenden Menschen auch vernünftig begleitet. Wir hätten uns für diese Maßnahmen gerne einen Tag Vorlauf gewünscht.

In der derzeitigen Ausnahmesituation bitten wir um Verständnis dafür, dass nicht direkt alles ganz rund läuft. Wir haben uns auf diese Situation aber vorbereitet und setzen gerade Schritt für Schritt unsere Notfallplanung um.

Haben Sie Rückfragen?

Rufen Sie gern an unter 02196 9503-111

Zurück